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Brussels Governance Monitor

Digital: 40 % digitale Verwundbarkeit, administrativer Big Bang 25→4

Aktuell ·

Mehr als 300 000 Brüsseler (40 %) befinden sich in einer Situation digitaler Verwundbarkeit. Der administrative Big Bang fusioniert 25 Einheiten zu 4 Pfeilern, darunter Paradigm (Smart City). 40 000 digitale Arbeitsplätze betroffen.

Freigegebene Mechanismen — Umsetzung ausstehend

Diese Mechanismen waren während der geschäftsführenden Regierung (Juni 2024 – Februar 2026) eingefroren. Die am 14. Februar 2026 vereidigte Regierung kann sie nun reaktivieren.

  • Smart-City-Strategie

    Der Smart-City-Plan der Region Brüssel-Hauptstadt, der die Prioritäten für die digitale Transformation der öffentlichen Dienste und die intelligente Stadtentwicklung festlegt, war ausgesetzt. Es konnten keine neuen Initiativen gestartet werden. Die Integration von Paradigm in BOSA Bruxelles wird diese Strategie neu definieren.

  • Subventionen für digitale Inklusion

    Die regionalen Förderprogramme für die digitale Inklusion vulnerabler Bevölkerungsgruppen waren eingefroren: es konnten keine neuen Projektaufrufe gestartet werden. Die neue Regierung kann sie nun wieder aufnehmen.

  • Regionale Startup-Anreize

    Die regionalen Fördermaßnahmen für Technologie-Startups (Innovationsprämien, Vor-Aktivitäts-Stipendien) konnten nicht angepasst oder erneuert werden. Die neue Regierung kann sie nun anpassen.

  • Digitalisierung der öffentlichen Dienste

    Das Digitalisierungsprogramm der regionalen Verwaltungen war ausgesetzt: es konnten keine neuen Entmaterialisierungsprojekte gestartet werden. Die Reform BOSA Bruxelles übernimmt dieses Dossier.

Was weiterläuft

  • Aktivität bestehender Technologieunternehmen

    Die in Brüssel ansässigen Technologieunternehmen führen ihre Aktivitäten normal fort. Bestehende Verträge und öffentliche Aufträge werden weiterhin ausgeführt.

  • Universitäre Forschung

    Die Brüsseler Universitäten (ULB, VUB, UCLouvain Saint-Louis) setzen ihre Forschungsprogramme im Bereich digitaler Technologien im Rahmen ihrer bestehenden Budgets fort.

Auswirkungsindikatoren

~40 000

Digitale Arbeitsplätze in Brüssel

Agoria / hub.brussels

~1 200

Aktive Technologie-Startups in der Region Brüssel

hub.brussels

~50 Millionen EUR

Innoviris-Investitionen (Jahresbudget)

Innoviris

~300 000 (40 %)

Brüsseler in digitaler Verwundbarkeit

Paradigm (CIRB)

900 000 EUR/an

Budget Plan Digitale Inklusion

Région de Bruxelles-Capitale

Regierungsabkommen: Angekündigte Maßnahmen

Das Abkommen vom 12. Februar 2026 sieht eine Strukturreform vor, die den Digitalsektor direkt betrifft:

  • Gründung von BOSA Bruxelles: Fusion von Talent, Brussels Finance, IBSA und Paradigm zu einer einzigen Einheit. Paradigm, das die Smart-City-Strategie trug, wird in diese neue Verwaltungsstruktur integriert
  • Senkung der Betriebskosten um 20 bis 30 % der fusionierten Strukturen (25 → 3 Einheiten insgesamt)

Auswirkungen auf den Digitalsektor: Die Integration von Paradigm in BOSA Bruxelles bedeutet, dass die Smart-City-Strategie von einer generalistischen Verwaltungseinheit statt von einer spezialisierten Organisation getragen wird. Dies könnte die Mittel rationalisieren, aber auch die digitale Priorität verwässern. Die Einzelheiten der Governance sind noch nicht bekannt.

Digitale Kluft und administrativer Big Bang (Februar 2026)

40 % digitale Verwundbarkeit

Laut Daten von Paradigm (ehemals CIRB) befinden sich mehr als 300 000 Brüsseler im Alter von 16 bis 74 Jahren in einer Situation digitaler Verwundbarkeit. Dies entspricht rund 40 % dieser Altersgruppe.

Der Plan zur Digitalen Inklusion, finanziert mit 900 000 EUR/Jahr, gliedert sich in 4 strategische Achsen (sensibilisieren, vernetzen, ausrüsten, begleiten) und 66 konkrete Maßnahmen. Ein Projektaufruf « Digital Brussels » läuft, um die digitalen Ungleichheiten zu verringern.

Quelle: Paradigm, Studien zur digitalen Inklusion.

Administrativer Big Bang: von 25 auf 4

Die DPR kündigt die Fusion von 25 regionalen Verwaltungseinheiten zu 4 Pfeilern an. Paradigm (regionaler IT-Koordinator) wird in den Pfeiler BOSA Bruxelles integriert. Diese umfassende Umstrukturierung wird direkte Auswirkungen haben auf:

  • Die IT-Infrastruktur der Region (Bündelung der Systeme)
  • Das Datenmanagement (Konsolidierung der regionalen Datenbanken)
  • Die Verwaltungsvereinfachung (digitales Einheitsportal)
  • Die IT-Vergabeverfahren (Zentralisierung der Beschaffung)

Der Zeitplan sieht die vorrangige Umsetzung der Pfeiler 1 und 2 ab 2026 vor, mit dem Ziel, die Betriebskosten um 20 bis 30 % zu senken.

Quellen: DH, « von 25 Einheiten zu 4 Pfeilern: die Verwaltungsvereinfachung », 13. Februar 2026; La Libre, « das Sparprogramm führt über einen administrativen Big Bang », 13. Februar 2026.

Geerbter Kontext (Juni 2024 – Februar 2026)

Die Smart-City-Strategie, Zuschüsse für digitale Inklusion und Startup-Anreize waren eingefroren. 40 % digitale Verwundbarkeit (~300.000 Brüsseler), ohne neuen politischen Impuls.

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Zurück zur Startseite2. März 2026

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