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Brussels Governance Monitor

Digital: Ordonnanz Brüssel Digital angenommen, 36 % digitale Verwundbarkeit, Big Bang 25→4

Aktuell ·

Die Ordonnanz Brüssel Digital (veröffentlicht am 21. Februar 2024, Nr. 2024000830) garantiert verpflichtende Offline-Kanäle für öffentliche Verfahren. Aber ~340 000 Brüsseler (36 %) bleiben digital verwundbar. Die Versammlung « L'humain d'abord ! » (23. April 2026, Place Fernand Cocq) hält den Druck hoch. Der Big Bang fusioniert 25 Einheiten zu 4 Säulen — Paradigm in BOSA Brüssel integriert.

Was weiterläuft

  • Aktivität der Technologieunternehmen

    In Brüssel ansässige Technologieunternehmen setzen ihre Aktivitäten fort. Bestehende Verträge und öffentliche Aufträge werden weiterhin ausgeführt.

  • Universitäre Forschung

    Die Brüsseler Universitäten (ULB, VUB, UCLouvain Saint-Louis) setzen ihre Forschungsprogramme im Bereich digitaler Technologien fort.

  • Rahmen Brüssel Digital

    Die Ordonnanz Brüssel Digital (gemeinsames Dekret + Ordonnanz Region + GGK + COCOF, angenommen am 25. Januar 2024, veröffentlicht am 21. Februar 2024) regelt Online-Verfahren und schreibt Offline-Kanäle (Schalter, Telefon, Post) vor.

Auswirkungsindikatoren

~40 000

Digitale Arbeitsplätze in Brüssel

Agoria / hub.brussels

~1 200

Aktive Technologie-Startups in der Region Brüssel

hub.brussels

~50 Mio. EUR

Innoviris-Investitionen (Jahresbudget)

Innoviris

~340 000 (36 %)

Brüsseler in digitaler Verwundbarkeit

Paradigm (CIBG)

900 000 EUR/Jahr

Budget Plan Digitale Aneignung

Region Brüssel-Hauptstadt

6 Monate (neue Verfahren) / 60 Monate (bestehende)

Ordonnanz Brüssel Digital — Fristen

Belgisches Staatsblatt — Nr. 2024000830

25 → 4 Einheiten

Verwaltungsreform — Pfeiler-Fusion

RPE (12. Februar 2026)

Place Fernand Cocq, Ixelles

Versammlung « L'humain d'abord ! » (23. April 2026)

Lire et Ecrire (mit MOC, fedabxl usw.)

Ordonnanz Brüssel Digital: in Kraft befindlicher Rechtsrahmen

Die Ordonnanz Brüssel Digital (gemeinsames Dekret + Ordonnanz Region + GGK + COCOF) wurde am 25. Januar 2024 angenommen und am 21. Februar 2024 im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht (Nr. 2024000830). Sie garantiert formale Bürgerrechte für öffentliche Verfahren:

  • Online-Verfahren + verpflichtende Offline-Kanäle (Schalter, Telefon, Post)
  • eBox (sicheres elektronisches Postfach)
  • Barrierefreiheit für Behinderte
  • Angepasste Öffnungszeiten
  • Europäischer Rahmen: eIDAS, Single Digital Gateway, Web Accessibility Directive

Fristen für die Konformität:

  • 6 Monate für neue Verfahren
  • 60 Monate für bestehende Verfahren

Eine Nichtigkeitsklage wurde 2024 vor dem Verfassungsgerichtshof von 24+ Akteuren (Lire et Ecrire, MOC, Gang des Vieux en Colère, fedabxl…) eingereicht. Ein Auslegungsurteil wurde seither gefällt, das die wichtigsten Unklarheiten beseitigt.

Siehe das übergreifende Dossier: Brüssel Digital.

Quellen: Belgisches Staatsblatt Nr. 2024000830 ; Ordonnanz + Dekret der Region + GGK + COCOF.

Versammlung « L'humain d'abord ! » (23. April 2026)

Am 23. April 2026 veranstaltet Lire et Ecrire eine Versammlung am Place Fernand Cocq in Ixelles: « L'humain d'abord ! ». Zivilgesellschaftliche Mobilisierung seit September 2022 (24+ Akteure: MOC, Gang des Vieux en Colère, fedabxl…). Ziel: Druck auf die Verwaltungen aufrechterhalten für die effektive Einhaltung der Offline-Kanäle, während 75 % der gering qualifizierten Personen laut Barometer 2022 digitale Schwierigkeiten haben.

Quelle: Lire et Ecrire ; weiterverbreitet von MOC und fedabxl.

Digitale Verwundbarkeit: 36 % der Brüsseler betroffen

Laut Paradigm (CIBG) befinden sich rund 340 000 Brüsseler (36 %) in digitaler Verwundbarkeit. Der Plan Digitale Aneignung verfügt über 900 000 EUR/Jahr — ein Budget, das angesichts der Größenordnung als unzureichend gilt. Die Verteilung ist ungleich:

  • 75 % der gering qualifizierten Personen in Schwierigkeiten
  • Starke Konzentration bei 65+
  • Territoriale Ungleichheiten (Nordwest-Ring / Südost)

Quelle: Paradigm (CIBG) ; Barometer der digitalen Inklusion (2022).

Verwaltungs-Big-Bang: 25 Einheiten → 4 Säulen

Die RPE (12. Februar 2026) kündigt eine große Verwaltungsreform an: Fusion von 25 regionalen Strukturen zu 4 Einheiten:

  • BOSA Brüssel (zentrale Dienste + Smart City — Paradigm integriert)
  • 3 weitere Säulen in Definition

Zeitplan: Von der Regierung zu präzisieren. Digitale Implikation: Die regionale Smart-City-Strategie wird nun von BOSA Brüssel aus gesteuert, das die Paradigm-Kompetenzen erbt.

Quelle: RPE Brüssel (12. Februar 2026) ; Analysen BX1 / RTBF (Februar 2026).

Ökosystem: ~1 200 Startups, 40 000 Arbeitsplätze

Brüssel zählt rund 1 200 aktive Technologie-Startups, 40 000 digitale Arbeitsplätze (Agoria / hub.brussels). Innoviris (regionale F&E) verfügt über ein Jahresbudget von etwa 50 Mio. EUR. BeCode (alternative Berufsausbildung im Programmieren) ist einer der größten Beschleuniger für die berufliche Wiedereingliederung im digitalen Bereich.

Das Ökosystem ist dreisprachig (FR/NL/EN) und weitgehend europäisch — unmittelbare Nähe zu den EU-Institutionen.

Maßnahmen aus dem Regierungsabkommen, die das Digitale betreffen

  • Verwaltungsreform (Big Bang 25 → 4 Säulen): Paradigm in BOSA Brüssel fusioniert ; Auswirkungen auf IT-Ausschreibungen folgen
  • Brüssel Digital: Beibehaltung der Konformitätsfristen (6 Monate / 60 Monate)
  • ACS (Subventionierte Vertragsbedienstete): Reduktion der Anstrengung 40 → 28 Mio. € (April 2026) ; Auswirkungen auf NGOs für digitale Inklusion, die teilweise über ACS finanziert werden, sind zu messen
Geerbter Kontext (Juni 2024 – Februar 2026)

Die Smart-City-Strategie, Zuschüsse für digitale Inklusion und Startup-Anreize waren eingefroren. 36 % digitale Verwundbarkeit (~340.000 Brüsseler), ohne neuen politischen Impuls.

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