BGM Digest — Woche 13 (23-29 März 2026)
Haushalt 2026 verabschiedet: Ende der zwölfmonatigen Übergangsfinanzierung
Das Brüsseler Parlament stimmte am 27. März über den regionalen Haushalt 2026 ab und beendete damit 613 Tage provisorischer Zwölfmonatsfinanzierung. Die Versammlung verabschiedete den Text mit 53 Stimmen dafür und 32 dagegen. Dieser Haushaltsmangel von 957 Millionen EUR ist Teil einer Ausgleichstrajektorie bis 2029, die stark auf einen umstrittenen Buchungsmechanismus (den sogenannten «Code 8») angewiesen ist.
Gleichzeitig beruhigten zwei Signale die Finanzmärkte: Die Deutsche Bank gewährte eine Kreditlinie von 250 Millionen EUR an die Region (3 Jahre), die erste internationale Bank seit Beginn der Regierungskrise. Standard & Poor's bestätigte das Rating A mit negativem Ausblick. Insgesamt hat die Region 300 Millionen EUR an neuen Kreditlinien gesichert (Belfius: 50M€).
Beschleunigte Sparmaßnahmen: Vierfacher Schock für regionale Organisationen
Die Woche sah vier große Sparbeschlüsse zusammentreffen, die regionale Wirtschaftsakteure treffen:
- Hub.brussels muss 6 Millionen EUR bis 2029 einsparen (⅔ des internationalen Budgets). Minister Hublet bestätigte die Schließung von 33 Auslandsbüros aus 50, einschließlich der emblematischen Brussels Houses in Mailand und Barcelona.
- Visit Brussels verliert 5,7 Millionen EUR bis 2029. Das Iris-Festival 2026, das Flaggschiff-Tourismusevent, wird auf einen einzigen Tag reduziert (gegenüber den traditionellen 3 Tagen).
- Innoviris friert alle neuen F&E-Projekte 2026 ein (Budget −20 %). Dieses Jahr werden keine neuen Ausschreibungen durchgeführt, was Brüsseler Universitäten und innovative KMU trifft.
- Hotelbesteuerung: Erhöhung von 6 % auf 12 % am 1. März (Bundesbeschluss) stellt zusätzliche Kosten von ~8,50 EUR pro Nacht auf einer 150-EUR-Übernachtung dar.
Diese Kürzungen sind Teil der regionalen Defizitanpassungsbahn und werfen Fragen zur Tourismusbranche auf (35.000 Arbeitsplätze gefährdet nach Schätzungen).
Siehe den Bereich Wirtschaft →
LEZ: Die dramatische Kehrtwende bei BIM-Ausnahmen
Am 27. März schockierte Minister Dirk De Smedt (Anders) seine Kollegen mit der Ankündigung im Parlament der Aussetzung von LEZ-Geldstrafen ab dem 1. April. Diese Entscheidung, die in der politischen Rede getroffen wurde, widersprach direkt der Position von Minister Persoons (Vooruit), die 24 Stunden zuvor angekündigt worden war.
Gleichzeitig öffnete sich ein Riss über BIM-Ausnahmen (Zonen mit eingeschränktem Verkehr): Groen blockiert das Sozialausnahmensystem, das 30 % der Brüsseler Zugang zu reduzierten Sätzen ermöglichen würde, während PS und Vooruit diese forderten. Minister Van den Brandt (Groen) verurteilte diese Kehrtwendung.
Dieses Scharmützel stellt die zweite große Koalitionsfraktur seit ihrer Installation dar (Tag 43), tiefer als der vorherige Bois-de-la-Cambre-Konflikt (Tag 37).
Der LEZ-Rahmen muss bis Januar 2027 reformiert werden, aber rechtliche Unklarheit bleibt bestehen: die Verordnung war zum Zeitpunkt der Abstimmung nicht verabschiedet worden.
Metro-3-Ausschuss: Kaskadierende Anhörungen und technische Sackgassen
Die spezielle Metro-3-Kommission des Parlaments setzte ihre öffentlichen Anhörungen fort. Am 24. März gab Philippe Close, Bürgermeister von Brüssel-Stadt, detaillierte Aussagen, insbesondere zu Verwaltungsmängeln und strukturellen Verzögerungen des Projekts.
Parallel dazu veröffentlichte der Rechnungshof einen kritischen Bericht, der inkohärente Prozesse, intransparente Verwaltung und unsichere Machbarkeit des Projekts hervorhob.
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Source: Brussels Governance Monitor — independent civic monitoring of Brussels governance.