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Brussels Governance Monitor

Wirtschaft: Städtische Freizone (Hafen + Audi Forest), KI-Hauptstadt

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Die RPE sieht die Schaffung einer Städtischen Freizone (Hafen Brüssel + Audi Forest-Standort), die Positionierung Brüssels als KI-Hauptstadt, die Eröffnung des Kanal-Museums mit neuer Governance und das Brussels Expo CONFEX-Projekt am Heysel vor.

SelbstständigeLebenshaltungskosten
Kurz gefasst (leichte Sprache)

Die Regierung will Unternehmen und Investoren nach Brüssel locken. Sie plant eine Sonderzone am Hafen und in Forest und will Brüssel zur Hauptstadt der Künstlichen Intelligenz machen.

Schluesselzahlen

12% (war 6 %)

MwSt. Hotelübernachtungen (ab 1. März 2026)

Wirtschaftlicher Kontext (Februar 2026)

Erster Ministerrat (19. Februar)

Die Regierung Dilliès hat ihren ersten Ministerrat am 19. Februar 2026 abgehalten. Die angekündigte Priorität: die Ausarbeitung des Regionalhaushalts, der seit über 600 Tagen fehlt und vor Ende März 2026 dem Parlament vorgelegt werden muss.

Baubranche: Frühindikator der regionalen Wirtschaft

Die Baubranche, Barometer der wirtschaftlichen Aktivität, erlebt eine ausgeprägte Krise:

  • −1 402 Bauunternehmen im Jahr 2024 — erster Nettoverlust seit 10 Jahren (Embuild)
  • 1 443 Insolvenzen in der Baubranche im 1. Halbjahr 2025 — historischer Rekord, +10 % im Jahresvergleich
  • 9 467 Wohnungen genehmigt im 1. Quartal 2025 — niedrigster Stand seit Beginn der Statbel-Statistiken (2012)
  • In Brüssel: 405 Bauinsolvenzen im Jahr 2024, zweitbetroffenster Sektor
  • Durchschnittliche Dauer für die Erteilung einer Baugenehmigung in Brüssel: ~7 Jahre

Die in der RPE vorgesehene Städtische Freizone (Hafen + Audi Forest) zielt darauf ab, diesem Trend entgegenzuwirken, doch Experten rechnen nicht vor 2027 mit einer Erholung.

Quellen: Embuild, « Rekordzahl an Insolvenzen in der Baubranche » (2025); RTBF, « Insolvenzen steigen, Genehmigungen auf Tiefstand » (2025).

Verpflichtungen der RPE

Die Regionale Politikerklärung vom 13. Februar 2026 widmet der Wirtschaft und der internationalen Attraktivität Brüssels ein eigenes Kapitel.

Städtische Freizone

Die Regierung plant die Schaffung einer Städtischen Freizone an zwei Standorten:

  • Hafen Brüssel — logistische und industrielle Bestimmung
  • Audi Forest-Standort — industrielle Umwandlung nach der Werksschließung

Drei Hebel sind vorgesehen:

  • Steuerlicher Hebel — Senkung der Grundsteuer und der Registrierungsgebühren innerhalb der Zone
  • Administrativer Hebel — einheitlicher Fast-Track-Schalter für Unternehmen
  • Personeller Hebel — spezielle Actiris-Zelle für Berufe in der Zone

Attraktivität und Innovation

  • Positionierung Brüssels als Hauptstadt der Künstlichen Intelligenz
  • Hub.Brussels: Fortsetzung internationaler Wirtschaftsmissionen
  • Innoviris: integrierter Prozess mit Finance.Brussels
  • GovTech-Hub (Schuman, Mediapark, Kanal)

Kultur und Großprojekte

  • Kanal — Museumseröffnung mit neuer Governance und Managementvertrag
  • Brussels Expo CONFEX (CONference + EXhibition) am Heysel, finanziert über NEO
  • Unterstützung des Nachtlebensektors und von Veranstaltungen
  • Zinneke Parade und BXL 2030: Unterstützung bestätigt

Sozialwirtschaft und Unternehmertum

  • Engagierte Position zur Sozialwirtschaft
  • Unterstützung für weibliches Unternehmertum und Vielfalt

Sport

  • RUSG — Stadion am Bempt (Forest)

Föderale Auswirkung: Erhöhung der Hotel-MwSt. (1. März 2026)

Die Bundesregierung hat beschlossen, die MwSt. auf Hotelübernachtungen von 6 % auf 12 % ab dem 1. März 2026 anzuheben. Diese im föderalen Haushaltsabkommen verankerte Maßnahme betrifft unmittelbar den Brüsseler Hotelsektor — Brüssel vereint den Großteil der touristischen und geschäftlichen Übernachtungen des Landes.

Die Brussels Hotels Association schätzt die Auswirkung auf etwa +8,50 EUR pro Übernachtung bei 150 EUR. Der Verband beklagt einen « Steuercocktail 2026 », der diese Erhöhung mit weiteren Abgaben kombiniert.

Gleichzeitig sinkt die MwSt. auf Softdrinks in der Gastronomie von 21 % auf 12 %, eine teilweise Entlastung für den Restaurationssektor.

Die regionale RPE sieht Freizonen und Attraktivitätsmaßnahmen vor, um diese erhöhten föderalen Lasten teilweise auszugleichen.

Quellen und Methodik

Die oben dokumentierten Verpflichtungen stammen aus dem offiziellen Text der RPE (Kapitel 8) und aus übereinstimmenden Pressequellen, die das Regierungsabkommen vom 12. Februar 2026 behandelt haben.

Geerbter Kontext (Juni 2024 – Februar 2026)

Der Bausektor verlor 1.822 Unternehmen in einem Jahr, Insolvenzen nahmen zu und das Investorenvertrauen verschlechterte sich während der Abwesenheit einer Vollregierung.

Vollständigen Kontext lesen

Was das konkret bedeutet

Die neue Regierung plant eine Städtische Freihandelszone am Hafen und in Forest, die Positionierung als KI-Hauptstadt und die Eröffnung von Kanal. Die Umsetzung hängt von Durchführungserlassen und dem Haushalt ab.

Was BGM nicht sagt

Diese Seite behauptet nicht, dass die Wirtschaftsmaßnahmen Wachstum garantieren — sie dokumentiert die Verpflichtungen der RPE zur Attraktivität und Entwicklung. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen von der internationalen Konjunktur und der effektiven Umsetzung ab.

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