Handel: 13,5 % Leerstand, Horeca 17 % der Insolvenzen
13,5 % der Geschäftsflächen stehen leer (3 500 Flächen). Die Horeca macht 6 % der KMU aus, aber 17 % der Insolvenzen. Das Fünfeck weist 18,3 % Leerstand auf. Die Haushaltseinsparung von 1,2 Mrd. EUR wird auch die Förderprogramme für den Handel treffen.
Freigegebene Mechanismen — Umsetzung ausstehend
Diese Mechanismen waren während der geschäftsführenden Regierung (Juni 2024 – Februar 2026) eingefroren. Die am 14. Februar 2026 vereidigte Regierung kann sie nun reaktivieren.
Subventionen für kommerzielle Revitalisierung
Die regionalen Programme zur Revitalisierung der Handelskerne waren eingefroren: es konnten keine neuen Projektaufrufe gestartet werden. Die neue Regierung kann diese nun wieder aufnehmen, aber die Haushaltseinsparung von 1,2 Mrd. EUR könnte ihren Umfang begrenzen.
Strategie für die Nachtwirtschaft
Der regionale Plan für die Nachtwirtschaft war während der geschäftsführenden Regierung ausgesetzt. Er kann nun von der neuen Regierung wieder aufgenommen werden.
Aktualisierung der Handelsregelungen
Die geplanten regulatorischen Anpassungen zur Modernisierung des Rahmens für den Brüsseler Einzelhandel konnten nicht verabschiedet werden. Sie können nun umgesetzt werden.
Regionaler Aktionsplan für den Handel
Der regionale Aktionsplan für den Handel konnte während der geschäftsführenden Regierung nicht erneuert oder angepasst werden. Die neue Regierung kann ihn nun neu aufsetzen.
Was weiterläuft
Laufende Geschäftsaktivität
Die Geschäftsaktivität geht in Brüssel normal weiter. Händler üben ihre Tätigkeit im Rahmen der bestehenden Regelungen aus.
Bestehende Genehmigungen und Bewilligungen
Die vor Juni 2024 erteilten Handelsgenehmigungen und Bewilligungen bleiben gültig. Verlängerungsanträge im Rahmen der laufenden Verwaltung werden weiterhin bearbeitet.
Auswirkungsindikatoren
~60 000
Geschäftsbetriebe in der Region Brüssel
hub.brussels / Atrium Brussels
13,5 %
Leerstandsquote von Geschäftsflächen in Brüssel
hub.brussels
3 500
Leerstehende Geschäftsflächen
BX1 / hub.brussels
~55 000
Arbeitsplätze im Brüsseler Einzelhandel
LSS / Actiris
Regierungsabkommen: angekündigte Auswirkungen
Laut übereinstimmenden Pressequellen enthält das Abkommen vom 12. Februar 2026 mehrere Maßnahmen, die den Handelssektor betreffen:
- Neuer Mobilitätsplan als Ersatz für Good Move: die Überarbeitung der Verkehrsanlagen wird die Handelszonen in den umgestalteten Maschen betreffen. Die Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Geschäfte werden ein zentrales Thema sein
- LEZ beibehalten mit Jahrespass (350 EUR, Sozialtarif 200 EUR): Händler und ihre Lieferanten, die nicht konforme Fahrzeuge nutzen, erhalten vorhersehbare Kosten anstelle von Bußgeldern pro Verstoß
- Renolution-Prämien reformiert: die Zugangsbedingungen für die Energierenovierungsprämien werden überprüft, was die Geschäftsbetriebe, die davon profitierten, betreffen könnte
- Senkung der Einkommensteuer um 1 % und Erhöhung der Obergrenze des Registrierungsabgabenfreibetrags (600 000 → 800 000 EUR): diese steuerlichen Maßnahmen zielen darauf ab, die Wohnattraktivität Brüssels zu stärken, was den Nahversorgungshandel indirekt unterstützt
Aufmerksamkeitspunkt: Das Ende der laufenden Geschäfte ermöglicht die Wiederaufnahme der kommerziellen Revitalisierungsprogramme, der Strategie für die Nachtwirtschaft und der Modernisierung des Regelungsrahmens. Der Haushaltseinsatz wird das Ausmaß der für diese Neustarts verfügbaren Mittel bestimmen.
Zustand des Handelsgewebes (Februar 2026)
Kommerzieller Leerstand: 13,5 %
Laut hub.brussels liegt die durchschnittliche Leerstandsquote bei 13,5 % in der Region Brüssel, also 3 500 leerstehende Flächen. Die geografische Verteilung zeigt ein Gefälle Zentrum-Peripherie:
| Zone | Leerstandsquote |
|---|---|
| Fünfeck (Stadtzentrum) | 18,3 % |
| Erster Ring | 13,9 % |
| Zweiter Ring | 10,7 % |
Horeca: Überrepräsentation bei den Insolvenzen
Der Horecasektor macht nur 6 % der KMU in Brüssel aus, konzentriert aber 17 % der Insolvenzen — fast 3-mal seinen Anteil an der Wirtschaft. Die Abfolge von Krisen (COVID, Inflation, Personalmangel, Regulierungen) hat diesen Teilsektor tief getroffen.
Auswirkungen der regionalen Sparmaßnahmen
Die von der neuen Regierung angekündigte Haushaltseinsparung von 1,2 Milliarden EUR wird die öffentlichen Einrichtungen treffen, darunter hub.brussels und Atrium Brussels, die die Förderprogramme für den Handel tragen. Die Mittel für kommerzielle Revitalisierung könnten gekürzt werden, während der Bedarf steigt.
Quellen: BX1, « 13 % der Geschäftsflächen stehen leer »; Fédération Horeca Bruxelles, Insolvenzanalyse.
Niederländischsprachige Handelsunterstützung (UNIZO Brussel)
Das niederländischsprachige Unternehmernetzwerk ist um UNIZO Brussel und sein lokales Chapter Brussel19 (19 Gemeinden) strukturiert:
- Begleitung: Retail-Experten (Schaufenster, Einrichtung), individuelles Coaching (Verwaltung, E-Commerce), Workshops zu Vorschriften
- Interessenvertretung: Memorandum KRACHTWERK (2024, 80 Empfehlungen), gemeinsame Positionen mit UCM zum Handel im Fünfeck
- Daten: 45 % der Brüsseler Unternehmer erwägen, die Region zu verlassen (UNIZO-Umfrage 2024); 1 900+ Insolvenzen in 2024 (UNIZO/UCM/Graydon)
hub.brussels (ehemals Atrium, fusioniert 2018) ist dreisprachig (FR/NL/EN) und bedient alle Unternehmer. Der Dienst hub.info (kostenlose Nummer 1819) ist auf Niederländisch verfügbar.
Handel ist eine regionale Zuständigkeit, keine Gemeinschaftszuständigkeit — die VGC spielt keine direkte Rolle, aber UNIZO hilft Händlervereinigungen, auf soziokulturelle VGC-Subventionen zuzugreifen.
Quelle: UNIZO, « Brussel aanbod », abgerufen am 2. März 2026; BRUZZ, « UNIZO: behoud lokale handelszaken », Feb. 2024.
Programme zur Handelsrevitalisierung, Subventionen und die Nachtökonomie-Strategie waren eingefroren. 13,5 % Leerstand bei Geschäftsflächen, 60.000 Handelsbetriebe ohne neue Unterstützung.
Vollständigen Kontext lesenBetroffene Akteure
Zurück zur Startseite — 2. März 2026
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