BGM Digest — Woche 12 (16-22 März 2026)
Neues Dossier: Überflüge über Brüssel — Eine wachsende Problematik
Die Woche beginnt mit der Gründung eines neuen Dossiers zu einem Kernthema Brüssels: der Luftverkehrsproblematik über der Region. Mit 204 147 Flügen pro Jahr, von denen 96 % die Route Crucke verletzen, geht das Problem über reine Lärmbelastung hinaus. Der belgische Staat hat 5 Verurteilungen registriert, während die Gemeinden Koekelberg und Molenbeek rechtliche Schritte einleiten. Der föderale Umweltombudsmann hat sein Einschreiten ausgesetzt, sodass 450 000 Einwohner ohne wirksamen Rechtsbehelf bleiben. Diese administrative Eskalation unterstreicht die Dringlichkeit der Luftverkehrsregelung.
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Raumplanung: Gerichtliche Anfechtungen und Denkmalpflege
Die Regierung legt Berufung gegen die Frostzone für Brachflächen ein und bestreitet das Urteil von Oktober 2025. Parallel dazu fordert der Verein We Are Nature Geldstrafen von 250 000 bis 500 000 €. Drei bedeutende Standorte sind bedroht: der Palast der Mitte, Bempt und Kwartelveld. Auf konstruktiver Seite vereinfacht die CoBAT-Reform die Verwaltungsstruktur: Fusion von Urban und Perspective zu « Brüssel Raumplanung », Einfachgenehmigung für Planung und Umwelt, Verfahrensdauern halbiert (max. 6 Monate). Die Regierung hofft, bis 2028 1,6 Millionen EUR einzusparen. Der Wasserturm und die Umspannstation von Tour & Taxis werden als Industrieerbe eingestuft.
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Mobilität: Sackgasse bei TaxiBus PMR und Einbruch des Sicherheitsempfindens von Radfahrern
Die Nichtneuerung der TaxiBus-Flotte für Personen mit Behinderungen ist bestätigt. Nutzer werden auf private Taxis ausweichen müssen, mit Kosten, die sich von 2 auf 5–8 Euro pro Fahrt verdoppeln. Parallel sinkt das Sicherheitsvertrauen der Radfahrer ab: Nur 24 % fühlen sich sicher, gegenüber 39 % im Jahr 2023. Frauen machen 40 % der Radfahrer aus, und E-Bikes 50 % des Bestands. Die Fahrradnutzung ist um +15,3 % gestiegen, während sich die Todesfälle verdoppelt haben (20 Tote im Jahr 2025 vs. 10/Jahr in 2022–2024). Brüssel Mobilität setzt KI ein, um Straßenzustände zu scannen: +10 Millionen EUR Straßenunterhalt 2026, Arbeiten nachts und am Wochenende. Die Ministerin bestätigt, dass der neue Plan « Good Move 2 » dieselben Ziele wie sein Vorgänger beibehält.
Soziales und Sicherheit: Notfallpaket und Hotspot Quartier Nord
Angesichts der Wohnungskrise startet die Regierung ein Sozial-Gesundheitspaket mit 325 gesicherten Wohnplätzen und Reaktivierung des Cover-Teams (2 000 Personen auf 50 Standorten). Zugang zu Gesundheitsversorgung für bedrohte Migranten (Rotes Kreuz + Ärzte ohne Grenzen). Im Quartier Nord (Schaerbeek/Sankt-Joß) treten verstärkte Maßnahmen des Hotspots Nord-Station in Kraft: nächtliche Geschäftsschließungen (1–6 Uhr), Integritätsprüfungen, Umgestaltung rue d'Aerschot (Stationsplan, 10 Millionen EUR). Eine Explosion auf der avenue Albert Giraud in Schaerbeek (13. März) verursachte keine Verletzungen; Ermittlungen laufen.
Haushalt: « Katastrophale Situation », Abstimmung unmittelbar bevorstehend
Minister Dilliès erklärt dem Parlament, die « [Haushalts-]situation [ist] katastrophal » und die « Geschenkpolitik [ist] vorbei ». Eine Haushaltsabstimmung ist für 26.–27. März geplant. Das Regionaldefizit liegt nahe bei 1,2 Milliarden EUR, was die Diskussion auf das Zielgleichgewicht 2029 zurückbringt. Vivaqua- und SLRB-Zwangsgeldverfahren erschweren die Rechnung. Brüssel zählt nunmehr zu seinen Hauptausgabenposten: Renten (775 Millionen EUR), Polizei (~500 Millionen EUR), Steuerreform (32 Millionen EUR/Jahr) und Arbeitslosigkeit (558 Millionen EUR).
Bereichsübergreifend: Regierungsinstabilität und aktives Radar
Die CD&V unterstützt die Mehrheit ohne Ministerposten und besetzt den Posten des STIB-Kommissars sowie 4 Actiris-Verwaltungsratsmitglieder. Die Wahl des Vorsitzes der Brüsseler MR rückt näher (21.–24. April; Weytsman favorisiert). Das VGC-Mehrheitsabkommen « Brussel, dat is zoveel meer » wurde am 6. März genehmigt und umfasst sechs Säulen (Frühkindheit, Bildung, Kultur, Jugend, Sport, Wohlbefinden) ohne Einzelbudgetierung. Auderghem Vorreiter: Das Projekt « Sichere Orte » identifiziert 10 Geschäfte, 3 Institutionen und Station Hankar als Zufluchtsstätten gegen Straßenbelästigung (Start 8. März).
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Source: Brussels Governance Monitor — independent civic monitoring of Brussels governance.