BGM Digest — Woche 14 (30 März — 5 April 2026)
LEZ-Vereinbarung abgeschlossen: Bußgelder ab 7. Juni
Nach der ersten 50-Tage-Krise der Brüsseler Regierung wurde die LEZ-Vereinbarung am 4. April abgeschlossen. Bußgelder werden am 7. Juni 2026 in Kraft treten. Der Jahrespass ist auf 350 EUR festgesetzt, mit reduziertem Sozialtarif von 200 EUR und monatlicher Option zu 80 EUR. Eine Arbeitsgruppe für Ausnahmeregelungen muss ihre Arbeit vor dem 15. Juni abschließen.
Die Krise zwischen PS, Groen und Anders über Ausnahmebedingungen und BRAL/IEB-Subventionen wurde innerhalb von vier Tagen gelöst. Dies ist der erste Zusammenhalttest der siebenköpfigen Koalition seit ihrer Gründung.
Massive Infrastrukturinvestitionen genehmigt
Die Region genehmigt 150 Millionen EUR für das Kongresszentrum Heysel (3. April). Die Gesamtkosten des Projekts betragen 400 Millionen EUR mit einer Kapazität von 20.000 Plätzen. Dieses Zentrum wird von einem privaten Unternehmen unter der Leitung von Brussels Expo betrieben.
Unterdessen wurde die Baugenehmigung für das Lake Side-Projekt (Tour & Taxis) am 2. April erteilt. Die Operation umfasst 670 Wohnungen, davon 166 Sozialwohnungen, einen 127 Meter hohen Turm und eine Gesamtinvestition von 555 Millionen EUR über 8 Jahre.
Sicherheit: Verstärkung und gemischte Signale
Die Zone Brüssel-Nord verzeichnet einen Rückgang der Gesamtkriminalität um −12 % in 2025. Jedoch stiegen drogenbezogene Verstöße um +53 % (1.333 Berichte), und Verhaftungen stiegen um +11 %, wobei Anklagen um +147 % kletterten.
Die Sicherheitsverstärkung beschleunigt sich: 45 zusätzliche Militärangehörige ab 3. April in Bahnhöfen und U-Bahn-Linien eingesetzt, was die Gesamtzahl des Militärpersonals in den Straßen auf etwa 245 Offiziere bringt. Diese Maßnahme erfolgt in einem Kontext erhöhter Bedrohung, doch juristische Unklarheit bleibt bestehen: der Verteidigungskodex wurde noch nicht vom Parlament verabschiedet.
Haushalt: Rückkehr des Bankvertrauens
Die Region erhielt am 2. April eine 500 Millionen EUR Kreditlinie von ING für zwei Jahre (verlängerbar). Diese Vereinbarung markiert die Rückkehr der führenden belgischen Bank nach ihrem Rückzug Ende 2025. In Kombination mit Kreditlinien von Deutsche Bank (250 Millionen EUR über 3 Jahre) und Belfius (50 Millionen EUR) erreicht die kurzfristige Liquidität nun 800 Millionen EUR.
Wohnen: anhaltende Spannungen und erteilte Genehmigungen
Eine Audit der Foyer Anderlechtois enthüllte erhebliche Lücken im Governance, einschließlich eines Ausnahmegremiums, das außerhalb des Rechtsrahmens operiert. Unterdessen zeigt eine BRUZZ-Untersuchung, dass 90 % von 2.788 dokumentierten Airbnb-Einheiten illegal betrieben werden. Die Stadt Brüssel hat bislang 515 Immobilien zurückgewonnen.
Die Verordnung « We Are Nature » (3. April) sieht vor, dass Projekte über 0,5 Hektar mit obligatorischen Klima- und THG-Informationen fortgesetzt werden, ohne dass ein effektives Moratorium gilt.
Arbeitslosigkeit: dritte Welle und CPAS-Sättigung
Die dritte Welle der Arbeitslosenreform (1. April) schloss 11.215 Brüsseler aus, die bisher größte. 41,5 % dieser Personen wandten sich an die Gemeindezentren für Sozialmaßnahmen (CPAS). Kumulative Ausschlüsse seit Januar erreichen etwa 33.085 Personen in Brüssel.
Beschäftigung: Rücktritt der Generaldirektorin von Actiris
Cristina Amboldi, Generaldirektorin von Actiris, trat am 28. März zurück und führte mangelnde Konsultation über 40 Millionen EUR aufgezwungener Kosteneinsparungen an. Caroline Mancel, stellvertretende Generaldirektorin, beendet auch ihr Mandat am 1. April. Ein Verwaltungsausschuss übernimmt die Funktionen; die Rekrutierung neuer Führungskräfte muss beginnen.
Kultur: Kürzungen und Ausfälle
Visit.Brussels muss mit einer Budgetkürzung von 5,7 Millionen EUR in 2026 im Kontext regionaler Sparmaßnahmen rechnen. Das 2026er Comic-Strip-Festival wird abgesagt und das Iris-Fest auf einen Tag reduziert. Die Agentur folgt einem Reduktionspfad von 22 Millionen EUR auf 8 Millionen EUR bis 2029. Etwa 90 Arbeitsplätze von 160 sind bedroht.
Institutionelle Spannungen: Cinquantenaire-Park und MR-Leitung
Ein Verwaltungsbescheid von Urban.brussels ahndete die Stadt Brüssel für Betonblöcke, die ohne Genehmigung im Cinquantenaire-Park, einer geschützten Zone, platziert wurden. Diese Spannung zwischen MR (Region) und PS/Vooruit (Stadt), nur 37 Tage nach Regierungsgründung, offenbart frühe Bruchlinien.
Die Führung von MR Brüssel zieht ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich: Dominique Weytsman und Charles Coomans de Brachène sind Kandidaten, mit Abstimmungen am 21.-24. April.
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Source: Brussels Governance Monitor — independent civic monitoring of Brussels governance.