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Brussels Governance Monitor

Sicherheit: Drogenkommissar, 10 Mio. EUR Bahnhöfe, stabile Kriminalitätsrate

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Die RPE widmet der Sicherheit ein ganzes Kapitel, mit der Schaffung eines regionalen Drogenkommissars, einer Investition von 10 Mio. € in die Bahnhofssicherheit, zwei Verstärkungsphasen für die SIAMU-Belegschaft und der Vernetzung lokaler Videoüberwachungssysteme mit der Bundespolizei.

Gender
Kurz gefasst (leichte Sprache)

Die Region will Brüssel sicherer machen: mehr Feuerwehrleute, vernetzte Kameras und ein Plan gegen Drogen.

Schluesselzahlen

10Mio. EUR (Bahnhöfe Midi und Nord)

Investition Bahnhofssicherheit

2 Phasen

SIAMU-Personalverstärkung

Bericht safe.brussels: Stand der Kriminalität (Daten 2024)

Der Jahresbericht des Brüsseler Sicherheitsobservatoriums (safe.brussels), veröffentlicht am 22. Dezember 2025, bietet eine Faktengrundlage zur Bewertung der RPE-Prioritäten:

IndikatorDatenTrend
Erfasste Straftaten~157 000/JahrStabil über 10 Jahre
Kriminalitätsrate pro 1 000 Einw.131,01 (2024)Rückläufig (137,5 im Jahr 2014)
Drogendelikte+33 %2023→2024
Schusswaffenvorfälle92 (8 Todesfälle)Steigend (3 Todesfälle 2023)
Tötungsdelikte34 Fälle+40 % über 10 Jahre
Sexuelle Gewalt (Vergewaltigungen)+50 % (Polizei)Über 10 Jahre (~30 % betreffen Minderjährige)
Diebstähle und Erpressungen−19 %Seit den 2000er Jahren

Lesung: die Gesamtkriminalität „explodiert" nicht in Brüssel — die Pro-Kopf-Rate sinkt dank des Bevölkerungswachstums (+7,4 %). Aber bestimmte Phänomene (Drogen, Schusswaffen, sexuelle Gewalt) steigen stark an, was die gezielten Prioritäten der RPE rechtfertigt (Drogenkommissar, Bahnhofssicherheit).

Quellen: safe.brussels, Jahresbericht 2024 (Dez. 2025); DH, « la criminalité à Bruxelles n'explose pas » (Jan. 2026).

Verpflichtungen der RPE

Die Regionale Politikerklärung vom 13. Februar 2026 widmet der Sicherheit ein ganzes Kapitel, das sich um mehrere Achsen gliedert:

Drogenbekämpfung

  • Regionaler Drogenkommissar — eigene Behörde als Spiegelbild des föderalen Mechanismus
  • Integrierter regionaler Drogenplan — Kettenansatz (Prävention, Schadensminderung, Repression)

Bahnhofssicherheit

  • 10 Millionen EUR Investition für die Bahnhöfe Midi und Nord
  • Koordination mit den Polizeizonen und der SNCB

Videoüberwachung und Polizeikoordination

  • Integration lokaler Videoüberwachungssysteme in das Zentralsystem der Bundespolizei
  • Plattform SAFE.Brussels vernetzt mit dem CGPI
  • Mögliche Fusion von Polizeizonen (vorbehaltlich föderaler Abstimmung)
  • Lokale Anlaufstellen für Stadtteilpolizei

SIAMU (Feuerwehr)

  • Zwei Phasen der Personalverstärkung
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Weitere Maßnahmen

  • Spezieller Rekrutierungsweg für Sicherheitsberufe für Brüsseler Einwohner
  • Bekämpfung von Straßenbelästigung, Jugendkriminalität, Gewalt gegen Frauen und Kinder
  • Bekämpfung von Drogenhandel und Radikalisierung

Erste Feldaktion: Südbahnhof (17. Februar)

Drei Tage nach der Vereidigung unternahm der Ministerpräsident seinen ersten Vor-Ort-Besuch am Südbahnhof, begleitet von der Staatssekretärin für Städtebau und den Bürgermeistern von Anderlecht und Vorst. Seine Feststellung: « il y a mieux à faire en matière de coordination » zwischen den vor Ort tätigen Akteuren (lokale Polizeizonen, Bundespolizei, SNCB, Stib, Gemeinden).

Dieser Besuch konkretisiert die Sicherheitspriorität der RPE und veranschaulicht die Koordinationsherausforderung hinter den 10 Millionen EUR für die Sicherung der Bahnhöfe Midi und Nord.

Quellen und Methodik

Die oben dokumentierten Verpflichtungen stammen aus dem offiziellen Text der RPE (Kapitel 7) und aus übereinstimmenden Pressequellen, die das Regierungsabkommen vom 12. Februar 2026 behandelt haben.

Geerbter Kontext (Juni 2024 – Februar 2026)

Der safe.brussels-Bericht 2024 dokumentierte die Kriminalitätslage: Gewaltdiebstähle zunehmend, anhaltende Drogenproblematik an Bahnhöfen, Druck auf Polizeizonen.

Vollständigen Kontext lesen

Was das konkret bedeutet

Die neue Regierung plant einen regionalen Anti-Drogen-Kommissar, eine Investition von 10 Mio. € in Bahnhöfe, die Vernetzung von Kamerasystemen und die Verstärkung der Feuerwehr (DBDMH). Diese Maßnahmen müssen über den Haushalt 2026 finanziert werden.

Was BGM nicht sagt

Diese Seite behauptet nicht, dass der regionale Sicherheitsplan alle Sicherheitsprobleme lösen wird — sie dokumentiert die bezifferten Verpflichtungen der RPE. Die Wirksamkeit hängt von der tatsächlichen Finanzierung, der Koordination mit den Polizeizonen und der föderalen Zusammenarbeit ab.

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