Bildung: Krippenplätze, Schulabbruch und Spannungen Cocof/VGC
LaufendDieses Dossier verläuft im aktuellen Rahmen normal.
Die RPE sieht die Schaffung von Krippenplätzen, die Bekämpfung des Schulabbruchs, die Stärkung der Berufsausbildung und die Koordinierung zwischen Cocof, VGC und Gemeinschaften für die Brüsseler Bildungspolitik vor.
Kurz gefasst (leichte Sprache)
Die Region will mehr Krippenplätze, Jugendlichen helfen, in der Schule zu bleiben, und die französisch- und niederländischsprachige Bildungspolitik besser koordinieren.
Schluesselzahlen
~33%der Kinder 0-3 Jahre (EU-Ziel: 33%)
Krippenabdeckungsrate
~15%der Brüsseler Jugendlichen (18-24)
Schulabbruch
Verpflichtungen der RPE
Die Regionale Politikerklärung behandelt Bildung und Ausbildung aus der Perspektive der regionalen und gemeinschaftlichen Zuständigkeiten in Brüssel:
Frühe Kindheit
- Schaffung von Krippenplätzen — Investitionsplan zur Kapazitätssteigerung, koordiniert mit ONE (FWB) und Opgroeien (Flämische Gemeinschaft)
- Finanzielle Zugänglichkeit — Erhalt und Stärkung der regionalen Zuschüsse für Betreuungseinrichtungen
Schulabbruch
- Aktionsplan gegen Schulabbruch — Koordinierung zwischen Region, Cocof, VGC und beiden Gemeinschaften
- Actiris Jeunes — Eingliederungsmaßnahmen für Jugendliche, die die Schule ohne Abschluss verlassen
- Berufsqualifizierende Ausbildung — Stärkung der technischen und beruflichen Ausbildungszweige, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Brüsseler Arbeitsmarktes
Zweisprachigkeit und Koordinierung
- Förderung der FR/NL-Zweisprachigkeit — in Schulen und Berufsausbildung
- Koordinierung Cocof/VGC — Harmonisierung der französisch- und niederländischsprachigen Bildungspolitik in Brüssel
- Schulmobilität — Transport und Erreichbarkeit von Schulen in den 19 Gemeinden
Bildungssteuerung in Brüssel
Bildung in Brüssel fällt hauptsächlich unter die Gemeinschaften (FWB und Flämische Gemeinschaft), aber die Region greift ein über:
- Cocof — übertragene Zuständigkeiten im französischsprachigen Bildungswesen (Weiterbildung, lebenslanges Lernen)
- VGC — niederländischsprachige Zuständigkeiten in Bildung, Kultur und Wohlfahrt. Täglich besuchen rund 100.000 Schüler (vom Kindergarten bis zu Erwachsenen) niederländischsprachigen Unterricht in Brüssel — das sind über 20 % der Brüsseler Kinder. Die VGC verwaltet die ehemaligen provinzialen niederländischsprachigen Schulen (seit 1995) und subventioniert die Kapazitätserweiterung von Schulen. Aktuelles Beispiel: Investition von 450.000 EUR in einen neuen Campus des Atheneum Brussel (360 → 510 Plätze, Bauarbeiten ab Februar 2026)
- Actiris / Bruxelles Formation / VDAB Brussel — Berufsausbildung und Eingliederung von Jugendlichen. VDAB Brussel betreibt ein Ausbildungszentrum in Sint-Joost-ten-Node, das auf niederländischsprachige und anderssprachige Arbeitssuchende ausgerichtet ist (Einzelhandel, Pflege, Verwaltung, Niederländisch als Zweitsprache)
BOA: Übergang zur VGC (September 2026)
Das BOA-Dekret (Buitenschoolse Opvang en Activiteiten — außerschulische Betreuung und Aktivitäten) ist seit 2021 in Kraft, mit einer Übergangsphase bis August 2026. Ab September 2026 übernimmt die VGC die vollständige Verwaltung der niederländischsprachigen außerschulischen Betreuung in Brüssel: Politik, lokaler Anerkennungsrahmen, Budgetzuweisung und Partnerkoordination. Das bisherige Qualitätslabel für Kinderbetreuungseinrichtungen wird zugunsten des neuen VGC-Rahmens abgeschafft.
DPC-Verpflichtungen (COCOF, 23. Februar 2026)
Die Erklärung zur Gemeinschaftspolitik (DPC) der COCOF, vorgestellt vor dem Frankophonen Brüsseler Parlament am 23. Februar 2026, enthält mehrere Bildungsverpflichtungen:
- Bekämpfung des Schulabbruchs — erklärte Priorität, in Abstimmung mit der FWB und der Region
- Berufsausbildung — Stärkung über Bruxelles Formation (Aufsicht: Boris Dilliès, MR)
- Ausbau der Krippenplätze — Investitionen in Abstimmung mit ONE (Aufsicht Kinderbetreuung: Karine Lalieux, PS)
- Untertitelung von BX1 — auf Niederländisch, Englisch und für Barrierefreiheit (Maßnahme Bildung/Medien)
Die Aufspaltung der Zuständigkeiten Beschäftigung (Hublet, Les Engagés) und Ausbildung (Dilliès, MR) zwischen zwei verschiedenen COCOF-Ministern ist ein von der Opposition angesprochener Aufmerksamkeitspunkt.
Quellen und Methodik
Die dokumentierten Verpflichtungen stammen aus dem offiziellen RPE-Text und übereinstimmenden Pressequellen zum Regierungsabkommen vom 12. Februar 2026. Die Indikatoren (Krippenabdeckung, Schulabbruch) stammen von ONE, Opgroeien, IBSA und Eurostat.
Die Bildungsverwaltung in Brüssel, aufgeteilt zwischen Gemeinschaften und Gemeinschaftskommissionen (Cocof, VGC), blieb ohne neue regionale Koordination.
Vollständigen Kontext lesenWas das konkret bedeutet
Die RPE sieht die Schaffung von Krippenplätzen, einen Plan gegen Schulabbruch (~15 % der 18-24-Jährigen) und die Koordinierung zwischen Cocof und VGC für die Bildungspolitik vor.
Was BGM nicht sagt
Diese Karte sagt nicht voraus, ob die Regierung den Mangel an Krippenplätzen oder den Schulabbruch lösen kann. Bildung fällt hauptsächlich unter die Gemeinschaften — die Region hat eine Koordinierungs- und Investitionsrolle über die Gemeinschaftskommissionen.
Quellen
- DH — Sécurité, impôts, Good Move, logement : l'accord des 7 partis (12. Feb. 2026) (öffnet in neuem Tab)
- RTBF — Was das Regierungsabkommen enthält (12. Feb. 2026) (öffnet in neuem Tab)
- La Libre — Die wichtigsten Maßnahmen des Abkommens (12. Feb. 2026) (öffnet in neuem Tab)
- VGC — Niederländischsprachiges Bildungswesen in Brüssel (öffnet in neuem Tab)
- BRUZZ — VGC investiert 450.000 Euro in neuen Atheneum-Brussel-Campus (10. Feb. 2026) (öffnet in neuem Tab)
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