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Brussels Governance Monitor

Digital: digitale Kluft und Verwaltungsvereinfachung

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Die RPE sieht die Bekämpfung der digitalen Kluft, die Verwaltungsvereinfachung über Easy Brussels und IRISbox, den Smart-City-Ausbau und die Positionierung Brüssels als KI-Hauptstadt vor.

Kurz gefasst (leichte Sprache)

Die Region will Brüsselern bei der Internetnutzung helfen, Online-Dienste vereinfachen und Brüssel zu einer intelligenten Stadt machen.

Schluesselzahlen

36%der Brüsseler 16-74 Jahre (40 % national)

Bevölkerung in digitaler Verwundbarkeit

Verpflichtungen der RPE

Die Regionale Politikerklärung behandelt den digitalen Wandel aus mehreren Blickwinkeln:

Digitale Kluft

  • Plan für digitale Inklusion — Begleitung von digital benachteiligten Zielgruppen (Senioren, Neuankömmlinge, Menschen in prekären Situationen)
  • Öffentliche Digitale Räume — Erhalt und Stärkung des bestehenden Netzwerks
  • Digitale Vermittlung — Schulung von Gemeindebeamten und Sozialarbeitern

Verwaltungsvereinfachung

  • Easy Brussels — digitales Einheitsportal für regionale Verwaltungsverfahren
  • IRISbox — Online-Dienstleistungsplattform, zu modernisieren und zu erweitern
  • „Only once"-Prinzip — Bürger nicht erneut nach Daten fragen, die der Verwaltung bereits bekannt sind

Smart City

  • Paradigm (CIRB) — regionales IT-Zentrum, Betreiber der Smart-City-Strategie
  • Open Data — Erweiterung des regionalen Open-Data-Portals
  • Konnektivität — WLAN- und 5G-Abdeckung in öffentlichen Räumen

Brüssel als KI-Hauptstadt

  • Europäische Positionierung — Attraktivität für Technologieunternehmen, in Zusammenarbeit mit BeCentral und Universitäten
  • KI in der Verwaltung — gezielte Experimente zur Verbesserung öffentlicher Dienste

Wichtige Einrichtungen

  • Paradigm (CIRB) — IT-Zentrum der Region Brüssel-Hauptstadt, technischer Betreiber
  • Easy Brussels — Agentur für Verwaltungsvereinfachung
  • IRISbox — Plattform für Online-Dienste

Physische Infrastruktur: Rechenzentren

Die Ambition „KI-Hauptstadt" stützt sich auf eine wachsende physische Infrastruktur. Das Rechenzentrum KevlinX BRU01 (Neder-Over-Heembeek, 32 MW, ~150 Arbeitsplätze) ist seit Januar 2026 auf dem Gebiet der Region in Betrieb. Der Stromverbrauch der Rechenzentren in Belgien wird auf 3,2 TWh geschätzt (4 % des nationalen Stroms), mit Prognosen von 7 bis 15,5 TWh bis 2035. Rechenzentren fehlen im PRDD und es gibt keine spezifische stadtplanerische Kategorie.

Quelle: KevlinX, Elia, DPR 2026.

Strukturelle Daten: Mini-Bru IBSA 2026

Das Mini-Bru 2026 positioniert Brüssel an der Spitze der Digitalisierung in Belgien:

IndikatorBrüsselFlandernWallonien
Fortgeschrittene Digitalkompetenzen (16-74 Jahre, 2025)65 %61 %60 %
Geringe oder keine Kompetenzen35 %39 %40 %
Digitale Intensität KMU (2024)86 %85 %79 %
Arbeitsplätze IKT-Sektor (2023)28 111

Brüssel weist den höchsten Anteil fortgeschrittener Digitalkompetenzen im Land und die stärkste digitale Intensität der KMU auf, getragen von einem Ökosystem mit 28 111 IKT-Arbeitsplätzen.

Die regionale F&E erreicht 2 532,9 M EUR (2,45 % des BIP) mit 15 367 Forschern (VZÄ), davon 71,9 % im privaten Sektor.

Quelle: BISA Mini-Bru 2026 (Statbel, Eurostat, Belspo, Daten 2023-2025).

Innoviris friert alle neuen F&E-Projekte ein (März 2026)

Der regionale Forschungs- und Innovationsfonds Innoviris hat angekündigt, 2026 keine einzige Ausschreibung zu starten, infolge einer Budgetkürzung von ~20 %. Laufende Projekte aus 2025 werden fortgesetzt, aber keine neuen Projekte finanziert.

Auswirkungen auf den Digitalsektor:

  • Das Einfrieren betrifft unmittelbar die digitalen Innovationsprojekte, die Innoviris in Partnerschaft mit Brüsseler Universitäten und KMU finanzierte
  • Die RPE-Ambition, Brüssel als « KI-Hauptstadt » zu positionieren, wird durch den Wegfall des öffentlichen F&E-Hebels untergraben
  • Das regionale F&E-Budget (2 532,9 Mio. EUR, 2,45 % des BIP) lag bereits unter dem europäischen Ziel von 3 %
  • Der Privatsektor stellt 71,9 % der Forscher — ohne öffentliche Kofinanzierung verlieren gemischte Projekte (öffentlich-privat) ihre Daseinsberechtigung

Die Maßnahme fügt sich in den breiteren Sparkontext ein: Hub.brussels (internationales Netzwerk −⅔), Visit Brussels (Subventionen 22→8 Mio. EUR), föderale MwSt.-Erhöhung. Das Brüsseler Innovationsökosystem wird von vier Seiten getroffen.

Quelle: BRUZZ (27. März 2026).

Quellen und Methodik

Die dokumentierten Verpflichtungen stammen aus dem offiziellen RPE-Text und übereinstimmenden Pressequellen zum Regierungsabkommen vom 12. Februar 2026.

Geerbter Kontext (Juni 2024 – Februar 2026)

Die wichtigsten Stellen (Paradigm/CIRB, Easy Brussels, Hub.Brussels) arbeiteten im laufenden Modus, ohne neuen politischen Impuls.

Vollständigen Kontext lesen

Was das konkret bedeutet

Die RPE sieht einen Plan zur digitalen Inklusion für die ~40 % der Brüsseler Haushalte mit digitalen Schwierigkeiten, die Modernisierung von IRISbox und Easy Brussels und die Positionierung Brüssels als KI-Hauptstadt vor.

Was BGM nicht sagt

Diese Karte sagt nicht die Wirksamkeit des Plans zur digitalen Inklusion voraus. Sie dokumentiert die RPE-Verpflichtungen. Die digitale Kluft ist ein multifaktorielles Phänomen, das über die regionale Politik allein hinausgeht.

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