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Brussels Governance Monitor

Good Move: neuer Regionalplan als Nachfolger

In BearbeitungRegionalOffizielle Quelle
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Das Abkommen vom Februar 2026 sieht vor, dass ein neuer Regionaler Mobilitätsplan Good Move nachfolgen wird, mit kleineren Zellen um Schulzonen und einer grundlegenden Überarbeitung mit Fokus auf Verkehrssicherheit und Lebensqualität.

Kennzahlen

~10

Umgesetzte Nachbarschaftszonen (Good Move)

50+

Geplante Nachbarschaftszonen (Good Move)

Warnungen

  • DPR: neuer Mobilitätsplan als Nachfolger von Good Move13. Februar 2026

Beteiligte Akteure

Bruxelles MobilitéSTIBRegion Brüssel-HauptstadtBrüsseler Gemeinden

Regierungsabkommen: was sich ändert

Das Abkommen vom 12. Februar 2026 sieht vor, dass ein neuer Regionaler Mobilitätsplan Good Move nachfolgen wird:

  • Neuer Regionaler Mobilitätsplan — neuer Name, grundlegende Überarbeitung
  • Kleinere Zellen um Schulzonen (Verkehrssicherheit, Lebensqualität rund um Schulgebäude)
  • Entfernung der umstrittenen Poller, die von Autofahrern und einigen Händlern abgelehnt wurden
  • 2. autofreier Sonntag pro Jahr (Iris-Woche)
  • Jährliches Straßenbudget: +40 M EUR/Jahr für die Sanierung von Fahrbahnen und des öffentlichen Raums

Der neue Plan behält die Philosophie des verkehrsberuhigten Fahrens bei, reduziert aber den Umfang und den zwingenden Charakter.

Reaktionen und Analyse

Die Ankündigung führte zu unterschiedlichen Lesarten innerhalb der Koalition selbst. Die scheidende Mobilitätsministerin (Groen) spricht von einer Weiterentwicklung hin zu einem „Better Move" mit „denselben Dynamiken und Zielen", während der Formateur (MR) betont, es handle sich „in jedem Fall um einen neuen Plan".

Das Bürgerkomitee Nein zum Plan Good Move lehnte das Abkommen ab und bezeichnete die Änderungen als „im Wesentlichen semantisch": „Ein Namenswechsel ändert keine Philosophie." Das Komitee kritisiert die Beibehaltung der Grundprinzipien (Verkehrszellen, STOP-Prinzip, normative Mobilitätsvision) und ist der Auffassung, dass „die Verkleinerung der Zellen einen Ansatz nicht korrigiert, der seine Grenzen aufgezeigt hat."

Zeitplan von Bewertung und Nachfolge (April 2026)

Am 14. und 15. April 2026 hat die Mobilitätsministerin gegenüber BRUZZ und La Libre den Übergangszeitplan präzisiert:

  • Vor dem Sommer 2026: Note an die Regierung auf Grundlage des Berichts des Observatoriums des Regionalen Mobilitätsplans
  • Ende 2026: Bewertung abgeschlossen und der Regierung in endgültiger Fassung vorgelegt
  • 2027-2030: Zeitraum möglicher Korrekturen am aktuellen Plan
  • Ab 2030: Neuer Mobilitätsplan in Kraft (offizieller Name nicht kommuniziert)

Die Ministerin erinnert daran, dass Good Move rund fünfzig Maßnahmen umfasst, die über die Verkehrspläne hinausgehen. Das STOP-Prinzip (Fußgänger > Radfahrer > ÖPNV > Autos) bleibt erhalten.

Sie räumt Widerstand in Cureghem und Schaerbeek ein, zurückzuführen auf einen „Mangel an Rückhalt" und unzureichende Konsultation. Der neue Plan müsse „die Reichweite der Maßnahmen verringern, um die Situationen Fall für Fall handhabbarer zu machen" und die Abstimmung mit den Gemeinden stärken.

Zum Thema Parken sagt die Ministerin klar: „Wenn ich Parkplätze entfernen muss, um einen Raum sicherer zu machen, werde ich das tun."

Quellen: La Libre (15. April 2026); BRUZZ (14. April 2026).

Geerbter Kontext

Good Move war der regionale Mobilitätsplan, der 2020 von der Brüsseler Regierung verabschiedet wurde. Er zielte darauf ab, den Verkehr in den Brüsseler Vierteln durch sogenannte Nachbarschaftszonen (verkehrsberuhigte Bereiche) neu zu organisieren, das Radwegenetz auszubauen, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und den Raum für den Autoverkehr in der Stadt zu reduzieren.

Der Plan hatte in mehreren Gemeinden Kontroversen ausgelöst, mit lokalem Widerstand gegen die Umsetzung der Nachbarschaftszonen.

Was blockiert war (Juni 2024 — Februar 2026)

  • Die Entscheidungen über vorrangige Viertel für die nächsten Nachbarschaftszonen
  • Die Investitionen in Radinfrastruktur und den damit verbundenen öffentlichen Nahverkehr
  • Die regionale Koordination mit den Gemeinden, die den Plan anfochten
  • Die offizielle Bewertung der bereits eingeführten Nachbarschaftszonen

Einige Gemeinden wendeten die bereits bestehenden Nachbarschaftszonen weiterhin an, aber keine neue regionale Einführung konnte beschlossen werden.

Zu beobachtende Punkte

  • Übergang: Das Schicksal der bereits unter Good Move eingeführten Nachbarschaftszonen (~10) — werden sie beibehalten, angepasst oder aufgehoben?
  • Schulzonen: Umfang und Modalitäten der neuen Zellen rund um Schulen
  • Name des neuen Plans: Der neue Regionale Mobilitätsplan hat noch keinen offiziellen Namen
  • Kommunale Koordination: Der Erfolg des neuen Plans hängt von der Zustimmung aller 19 Gemeinden ab
  • Verkehrssicherheit: Brüssel verzeichnete 20 Verkehrstote im Jahr 2025 (Vias Institute, März 2026), eine Verdoppelung gegenüber 2022-2024 (10/Jahr) — in direktem Widerspruch zum Vision-Zero-Ziel der DPR
  • Broustinlaan (Jette): Die Gemeinde hat die Region abgemahnt, die Allee wiederzueröffnen, die seit 2021-2022 im Rahmen einer Good-Move-Nachbarschaftszone für den Verkehr gesperrt ist. 70 % der Anwohner sprechen sich gegen die Sperrung aus. Jette sieht die Testphase als weit überschritten an und droht mit einer Klage

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Good-Move-Plan?

Good Move ist der Regionale Mobilitätsplan, der von der Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt verabschiedet wurde. Er legt den strategischen Mobilitätsrahmen fest: den Verkehr Viertel für Viertel neu zu organisieren, Rad und öffentlichen Nahverkehr auszubauen und den Verkehr zu beruhigen. Es ist ein regionales Planungsdokument, das in Abstimmung mit den Gemeinden umgesetzt wird.

Wird Good Move verschwinden?

Das regionale Regierungsabkommen vom Februar 2026 sieht vor, dass ein neuer Regionaler Mobilitätsplan Good Move nachfolgt. Die Entscheidung liegt bei der Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt. Die Philosophie des verkehrsberuhigten Fahrens bleibt erhalten, doch der Umfang der Zellen wird verkleinert und der Schwerpunkt auf Schulzonen gelegt. Auf dem Spiel stehen das Schicksal bestehender Einrichtungen und der Übergangszeitplan.

Was ist eine Verkehrszelle in Brüssel?

Eine Nachbarschaftszone ist ein Bereich, in dem der Durchgangsverkehr unterbunden wird, um die lokalen Straßen zu beruhigen. Der Verkehr wird auf die großen Achsen umgeleitet, während im Inneren des Viertels Fußgänger, Radfahrer und Anwohner Vorrang haben. Sie ist das zentrale operative Instrument von Good Move, das von der Region Straße für Straße gemeinsam mit der betroffenen Gemeinde umgesetzt wird.

Wer entscheidet über die Good-Move-Einrichtungen in meiner Gemeinde?

Die Zuständigkeit ist geteilt. Die Region Brüssel-Hauptstadt legt über Bruxelles Mobilité den regionalen Rahmen fest, doch die konkrete Umsetzung der Zellen wird in Abstimmung mit jeder Gemeinde entschieden, die ihre lokalen Straßen verwaltet. Aus dieser Aufteilung entstehen oft Spannungen: Eine Gemeinde kann eine regionale Einrichtung anfechten oder die Wiedereröffnung einer Straße verlangen.

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