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Brussels Governance Monitor

Metro 3: Projekt 10 Jahre eingefroren, Ersatz durch Straßenbahn

AbgebrochenGemischtOffizielle Quelle
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Das Abkommen vom Februar 2026 kündigt die Aufgabe des Projekts Metro 3 wie geplant an (Verlängerung Albert — Bordet, ~5,2 Mrd EUR). Die Metro wird 10 Jahre eingefroren und durch eine Straßenbahn ersetzt, die die Schleife des bestehenden Netzes vervollständigt.

Geschätztes Budget

~5,2 Milliarden EUR (aufgegebenes Projekt)

Kennzahlen

~5,2Mrd EUR

Geschätztes Gesamtbudget (ursprüngliches Projekt)

10Jahre

Dauer der Einfrierung

Warnungen

  • DPR: Metro 3 für 10 Jahre eingefroren, Ersatz durch Straßenbahn13. Februar 2026
  • Kontroverse Südpalast: ARAU kritisiert 'städtebaulichen Unsinn'13. Februar 2026

Beteiligte Akteure

Société des Transports Intercommunaux de Bruxelles (STIB)Beliris (föderales Kooperationsabkommen)Region Brüssel-HauptstadtFöderalregierung

Regierungsabkommen: was sich ändert

Das Abkommen vom 12. Februar 2026 besiegelt die einschneidendste Entscheidung für den Brüsseler öffentlichen Nahverkehr seit Jahrzehnten:

  • Metro 3 für 10 Jahre eingefroren — das Projekt wie geplant (Verlängerung Albert — Bordet, ~5,2 Milliarden EUR) wird aufgegeben
  • Ersatz durch eine Straßenbahn, die die Schleife des bestehenden Netzes vervollständigt
  • Die laufenden Baustellen (Constitution, Südpalast) werden fortgesetzt
  • Tram 15 (Nordbahnhof — Tour & Taxis) wird beibehalten

Diese Entscheidung lenkt Milliarden Euro an Investitionen von der unterirdischen Metro zur oberirdischen Straßenbahn um.

Kontroverse um den Südpalast

Die Fortsetzung der Tunnelarbeiten unter dem Südpalast (Zuidpaleis/Palais du Midi) hat eine heftige Kontroverse ausgelöst. Das Gebäude soll größtenteils abgerissen werden — nur die Fassaden bleiben erhalten — um den Bau des Straßenbahntunnels zu ermöglichen.

Der Verein ARAU (Atelier de Recherche et d'Action Urbaines) bezeichnete die Entscheidung als „städtebaulichen und politischen Unsinn" und argumentierte, der Tunnel „verdopple lediglich den bestehenden Straßenbahndienst".

Der Staatsrat hatte die Abrissgenehmigung im Dezember 2025 ausgesetzt. Ein Ingenieurbericht vom 10. Februar 2026 ergab, dass 90 % der Bodenflächen des Gebäudes nicht den aktuellen Tragfähigkeitsnormen entsprechen, was ein strukturelles Argument zum Dossier hinzufügt.

Geerbter Kontext

Das Projekt Metro 3 zielte darauf ab, die Nord-Süd-Metrolinie in Brüssel zu verlängern und die Station Albert (Forest) mit Bordet (Evere) über die Innenstadt zu verbinden. Es handelte sich um das größte Verkehrsinfrastrukturprojekt der Region Brüssel-Hauptstadt, kofinanziert von der Region und dem Bund über das Kooperationsabkommen Beliris.

Die Kosten des Projekts waren von anfänglichen Schätzungen von 3,2 Milliarden auf über 5,2 Milliarden EUR explodiert, was eine wachsende öffentliche Debatte über seine haushaltspolitische Relevanz nährte.

Was blockiert war (Juni 2024 — Februar 2026)

Ohne eine handlungsfähige Regionalregierung waren die wichtigsten Haushaltsentscheidungen eingefroren:

  • Neue mehrjährige Haushaltsmittel
  • Entscheidungen über Mehrkosten durch Inflation
  • Die Neuverhandlung der Bedingungen des Beliris-Abkommens

Die vorbereitenden Arbeiten gingen teilweise weiter, aber die Phasen, die neue finanzielle Verpflichtungen erforderten, waren blockiert.

Zu beobachtende Punkte

  • Umwidmung: Die Zukunft der bereits gebauten oder im Bau befindlichen Infrastruktur für Metro 3 (Tunnel, Stationen) muss definiert werden
  • Ersatzstraßenbahn: Streckenführung, Zeitplan und Budget der Ersatzstraßenbahn sind noch nicht bekannt
  • Beliris: Die Auswirkungen auf das föderale Kooperationsabkommen müssen zwischen der Region und der Bundesregierung verhandelt werden
  • Mobilität im Norden: Die nördlichen Brüsseler Gemeinden (Schaerbeek, Evere), die auf die Metro warteten, müssen anders angebunden werden
  • Haushalt: Die Einsparungen bei Metro 3 könnten für andere regionale Prioritäten umgewidmet werden

Verwandte Bildungsereignisse

  • 12. Februar 2026Brüsseler Regierungsabkommen: 7 Parteien besiegeln Koalition nach 613 Tagen

Quellen

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